
Geboren am 3.Juli 1883 in Prag, gestorben am 3.Juni 1924 in Klosterneuburg. Sohn eines wohlhabenden jüdischen Kaumanns. 1901-1906 studierte er Germanistik und Jura in Prag. 1906 promovierte er in Jura. Kafka fühlte sich als einsamer und unverstandener Einzelgänger, nur mit Max Brod und Franz Werfel verband ihn Freundschaft, bekannt war er auch mit Martin Buber und Johannes Urzidil. Sein Verhältnis zu Frauen war schwierig und problematisch: zweimal hat er sich 1914 verlobt und das Verlöbnis wieder gelöst.
Aus seinem Werk: Romane Der Verschollene, Der Process und Das Schloss.
In den 2005 auf private Initiative hin eröffneten Schauräumen am Kleinseitner Moldauufer wird das Verhältnis des Schriftstellers zu seiner Heimatstadt Prag auf vielen Ebenen nachgezeigt. Urheber der Ausstellung ist der argentinischer Künstler Juan Insua, der aus Wort, Bild, Licht und Musik eine symphonische Gesamtheit schaffen wollte.

Geboren am 27.Mai 1884 in Prag, gestorben am 20.Dezember 1968 in Tel Aviv. Max Brod war ein deutschsprachiger jüdischer Schriftsteller, Übersetzer und Komponist. Er gilt auch als Entdecker des Dichters Franz Werfel. Er wurde als Sohn eines Prager Bankbeamter geboren. Seine Kindheit ist belastet durch schwere Erkrankungen und durch die psychische Störung seiner Mutter. In Tel Aviv arbeitete und lebte Max Brod bis seinem Tod im Jahre 1968 als freier Autor, Journalist und Dramaturg am Nationaltheater Habimah.
Aus seinem Werk: Ein tschechisches Dienstmädchen, Jüdinnen, Romantrilogie Ein Kampf um Wahrheit, Frau, nach der man sich sehnt.

Geboren am 10.September 1890 in Prag, gestorben am 26.August 1945 in Beverly Hills. Franz Werfel entstammte einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannfamilie in Prag und kam schon während seines Studiums in Prag, Leipzig und Hamburg mit den Dichtern des so genannten Prager Kreises, wie Franz Kafka und Max Brod, in Berührung. Neben verschiedenen hochrangigen Erzählungen, wie Eine blassblaue Frauenhandschrift (1941), schuf Werfel mit Die vierzig Tage des Musa Dagh (1933) sein bedeutendstes Werk, in dem er den Genozid der Türken an die armenische Bevölkerung schilderte.

Geboren am 29.April 1885 in Prag, gestorben am 31.März 1948. Kirsch war der Sohn eines deutsch-jüdischen Tuchhändlers und verbrachte seine Kindheit und Schuljahren in Prag. Er nahm ein Studium an der Technischen Universität Prag auf. „Der rasende Reporter“ – dieser Titel seines Buches wurde bald zu Synonym für die Person Kirsch selbst. Kirsch gilt als Schöpfer der literarischen Reportage. Exakte und tabulose Milieuschilderung machten ihn berühmt.
Aus seinem Werk: Zyankali gegen Generalstab, Prager Kinder, Die Abendteuer in Prag, Reportagen Aus Prager Gassen und Nächten, Der rasende Reporter.